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Geschenke mit hohem Wert: Was sind wertvolle Geschenke?

Geschenke-WissenIn der letzten Woche haben wir herausgestellt, dass Geschenke außerhalb der Reihe, also zwischen den üblichen Verdächtigen wie Geburtstagen und Weihnachten, die besseren Geschenke sein können. Diese Woche geht es in unserer neuen Rubrik Geschenke-Wissen um die Frage was den Wert eines Geschenks wirklich ausmacht und wieso teure Geschenke nicht immer die besten sind.

Mit Geschenken kommunizieren

Zu Schenken heißt miteinander zu kommunizieren. Um dies zu verdeutlichen können wir das von den beiden Mathematikern Claude Elwood Shannon (1916-2001) und Warren Weaver (1894-1978)  entwickelte Sender-Empfänger-Modell verwenden. Das Modell beschreibt wie Kommunikation stattfindet, indem eine Botschaft über ein Medium von einem Sender zu einem Empfänger transportiert wird. Beim Schenken ist der Sender der Schenker, das Medium das Geschenk und der Empfänger der Beschenkte. Die Kommunikation zwischen zwei Menschen materialisiert sich dabei lediglich am Geschenk, doch die transportierten Botschaften bedürfen nicht unbedingt des Mediums Geschenk. Denn im Gegensatz zum ökonomischen Handel, liegt der Grund des Schenkens im Bedürfnis nach Kommunikation begründet und nicht im Austausch von Gütern.

Botschaften und Motive beim Schenken

Die eigentliche Botschaft kann dabei genauso vielschichtig wie die jeweilige Beziehung und Situation sein. Es wird geschenkt, um sich zu entschuldigen, Freundschaften zu intensivieren, dem Anderen ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern, auf sich aufmerksam zu machen, dem Liebsten einen Wunsch zu erfüllen oder einfach die Kommunikation aufrechtzuerhalten. Bei vielen Ereignissen des täglichen Lebens ist es üblich zu schenken, weil es jeder tut. Dies führt dazu, dass geschenkt wird, weil es der Anstand gebietet. Das Motiv konzentriert sich somit auf die Wahrung der eigenen Ehre. Auch kann ein Geschenk als Medium dienen, um Interessen zu wecken, zu lenken oder eigene Interessen zu bekunden.

Teure Geschenke sind nicht immer gut

Ein teures Geschenk ist nicht immer das Beste. Ist es in der Beziehung nicht üblich besonders teure Geschenke auszutauschen, so demonstriert ein solches Geschenk Macht und Reichtum. Es kann dazu führen, dass das Gegenüber sich verpflichtet fühlt, mindestens zu einem späteren Zeitpunkt, ein ebenso teures Gegengeschenk zu überreichen. Oder dem Beschenkten wird unter die Nase gerieben, dass er selbst über weniger finanzielle Mittel als der Schenker verfügt. In diesem Fall ist die Botschaft des Schenkers klar: Er protzt und möchte dominieren. Trotzdem darf das Geschenk nicht unpassend günstig sein, damit eine erfolgreiche Kommunikation nicht blockiert wird.

Der materielle Wert eines Geschenks

Ein Geschenk mit hohem materiellem Wert muss dagegen nicht unbedingt teuer sein. Der materielle Wert bemisst sich nicht immer am Preis in Euro, sondern daran wie schwer es für den Beschenkten ist, an das Geschenk heranzukommen. Oder auch überhaupt das passende Geschenk zu entdecken. Für einen 13-jährigen kann bereits eine Kinokarte von hohem materiellem Wert sein, auch wenn die Kinokarte nicht teuer ist. Was hier zählt ist der Betrachtungswinkel des Beschenkten. Aber auch der Beschenkte kennt meist den Bezugspunkt des Schenkers und kann so einschätzen, wie sehr sich der Schenker entbehren musste.

Vom materiellen Wert zum emotionalen Wert

Eine andere Situation ergibt sich bei einem exotischen Gegenstand, bspw. einer afrikanischen Holzschnitzerei. Sammelt der Empfänger solche Kunstgegenstände, kann diese aus der Ferne nur schwer beschaffen, oder hat einen speziellen Gegenstand noch nicht entdeckt, so liegt neben einem hohen materiellen Wert auch ein emotionaler Wert vor. Der Schenker zeigt, dass er die Interessen des Empfängers an exotischer Kunst im Gedächtnis hat und diese mit dem eigenen Reiseinteresse verbunden hat. Das Geschenk symbolisiert, das er auch während seiner Abwesenheit an den Freund gedacht hat und er gibt etwas von seinen Interessen preis.

Symbolcharakter von Geschenken

Soziologisch gesehen kann der tatsächliche Austausch oftmals wichtiger als die Inhalte der Kommunikation sein. In einer lockeren Bindung zwischen den beiden Kommunikationspartnern oder zu einem gewöhnlichen Anlass, kann auch eine einfache Flasche Wein das beste Geschenk sein. Beispielsweise als Gastgeschenk. Dies symbolisiert dem Gegenüber, dass er an die Person gedacht hat und den Anlass respektiert. Dabei geht es weniger darum was geschenkt wird, sondern dass geschenkt wird.

Geschenke haben materielle, emotionale und symbolische Werte

Der Wert eines Geschenks bemisst sich somit nicht allein über seinen finanziellen Wert, sondern vor allem über emotionale und symbolische Werte.  Je nach Kulturkreis addieren sich hierzu noch magische, mythische und religiöse Komponenten, die den Wert eines Geschenks für den Empfänger ausmachen.

Nächste Woche: Inselbewohner als Vorbild

In der kommenden Woche stellen wir vor, wie Inselbewohner im südlichen Pazifik, anders als in der westlichen Welt, mit einem rituellen Gabentausch-System Freundschaften pflegen und für Frieden sorgen.

Über den Autor 

Der Gründer und Geschenkefachmann von Locadeo der seine Agenturkarriere für die Mission "Surprise your friends" an den Nagel gehangen hat. Er hat BWL, Informatik und Digital Management studiert. In seiner Freizeit lehrt er entweder als Uni-Dozent oder geht Klettern – Hauptsache hoch hinaus!

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Kommentar (1)

  1. […] üblicherweise gekauft, verschenkt und dann behalten bzw. nicht weiterverschenkt. Und wir verfolgen verschiedene Motive beim Schenken wie z.B. dem Liebsten einen Wunsch zu erfüllen oder weil es der Anstand gebietet zum […]