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Geschenke-Trends zu Ostern

Interview mit Schenk-Experte und „Locadeo“-Gründer Christoph Köpernick

Geschenke-Suchmaschine findet individualisierte Last-Minute-Ideen

Berlin, 14. April 2014. In wenigen Tagen feiern Christen rund um den Globus den wichtigsten kirchlichen Festtag. Immer mehr jedoch wird Ostern zum „kleinen Weihnachten“. Spätestens am Ostersonntag heißt es für die Kinder Ostereier suchen. Aber auch viele Erwachsenen beschenken sich untereinander: Ein Trend, von dem auch Handel und Hersteller profitieren. Wir sprechen mit Christoph Köpernick, Betreiber der Geschenke-App „Locadeo“.

KöpernickKöpernick beschäftigt sich seit Jahren mit der Kultur und den Motiven des Schenkens. Mit seiner Internet-Suchmaschine für maßgeschneiderte Geschenk-Ideen („Locadeo“) verspricht er individuelle Hilfe bei der persönlichen Beziehungspflege.

Herr Köpernick, wieso Schenken wir überhaupt zu Ostern?

Früher haben sich die Menschen zu Ostern Eier geschenkt. Diese galten als Symbol für Fruchtbarkeit und damit gleichzeitig für die Wiederauferstehung Jesu Christi. Das Suchen nach Ostereiern ist also eigentliche eine Art Jagd nach mehr Fruchtbarkeit. Heute handelt es sich beim Osterfest – genauso wie bei Weihnachten oder dem Valentinstag – um eher bürgerliche Anlässe. Der sogenannte Anstand gebietet einfach, etwas zu geben. Allerdings ist aus dieser Sitte geradezu ein Schenk-Stress geworden. Die Folge sind lieblose Universalgeschenke ohne kommunikative Bindekraft und ohne sozialintegrativen Charakter. Dabei dient das Schenken im Kern eigentlich dazu, dem Anderen zu zeigen, wie gut er ihn oder sie kennt, und wie wichtig die Person dem Schenker ist.

Welche Geschenke liegen dieses Jahr zu Ostern im Trend?

Fünf klare Oster-Trends sind in diesem Jahr erkennbar: Für Kinder stehen Geschenke mit pädagogischem Wert ganz oben auf der Hitliste. Spiele zum Beispiel, die auch beim Lesen lernen helfen oder die Motorik fördern. Besonders beliebt ist der Eichhorn-Motorikwürfel oder das Buch „Der kleine Drache Kokosnuss“. Zweitens: Erlebnisgeschenke für die Familie. Drittens: In unserer postmaterialistischen Zeit ist das kostbarste Gut die gemeinsame Zeit mit seinen Liebsten. Paare mit Kindern freuen sich über gemeinsame romantische Zeit – auch mal ohne die Kinder. Viertens: Den Menschen wird dabei immer wichtiger, auch mit einem Gutschein nicht unpersönlich zu erscheinen. Daher ist ein beliebter Trick, die Umschläge oder Verpackung für den Gutschein selbst schön zu gestalten. Das verleiht dem Gutschein eine persönliche Note. Und fünftens schließlich stehen in diesem Jahr auch Freunde im Mittelpunkt des Schenkens. In einer Zeit, wo wir immer später Kinder bekommen und die Bedeutung von engen Familienverbänden sinkt, werden die Freunde zur neuen Familie. Gerade Frauen nutzen das Osterfest gern, um der besten Freundin etwas zu schenken. Statt einem im Internet bestellten Fotobuch, könnte man eines selbst gestalten. Wenn man den Umschlag, und die Seiten selbst entwirft und die Fotos mit Zitaten oder kleinen Gedichten verziert, ist es ein wesentlich persönlicheres Geschenk. Außerdem verschenkt man dann ein tolles Erinnerungsstück an gemeinsame Erlebnisse.

Ist Ostern zu kommerziell?

Sicher ist, dass für Spielwarenhersteller der Ostermonat der Monat mit den drittstärksten Umsätzen im Jahr ist. Der Handel baut in zwei Dimensionen Druck auf den Schenker aus. Direkt, indem vermittelt wird, dass man etwas schenken muss, um die Kinder nicht zu enttäuschen. Andererseits indirekt über die potentiellen Empfänger, die intensiv mit Werbung bespielt werden und deren Wünsche manipulieren. Besonders Kinder können hier besonders überzeugende Bittsteller sein.

Was kann man dagegen tun?

Man sollte sich nicht dazu verleiten lassen, jeden Wunsch der Kinder auch erfüllen zu müssen. Zusätzlich ist es in Hinblick auf den Wert gemeinsamer Zeit, besser schöne Stunden und besondere Momente mit den Liebsten einzuplanen. So gehören das Familien-Fotoshooting und das Kinder-Fotoshooting dieses Jahr zu den beliebtesten Erlebnisgeschenken. Da hat die ganze Familie etwas von. Egal ob gekauftes oder selbstgemachtes Geschenk, Erlebnisse oder Zeit verbringen, die Interessen des Empfängers müssen im Mittelpunkt stehen. Man sollte die Gelegenheit des Schenkens nicht als lästige Pflicht, sondern wieder als Gelegenheit einem anderen Menschen eine Freude machen zu können begreifen. Dies ist der erste Schritt der Kommerzialisierung des Osterfestes zu begegnen. Jeder sollte sich zuerst überlegen, wie man dem anderen wirklich eine Freude machen könnte.

Gehen also übliche Geschenke wie Schokolade zu Ostern gar nicht?

Die Herausforderung ist, seine Liebsten mit originellen Ideen zu überraschen, aber auf der anderen Seite hat nicht jeder immer die Zeit und auch die passenden Ideen dafür. Somit greifen viele letztendlich doch zu einem sichereren Standardgeschenk, um das Risiko etwas Falsches zu schenken zu vermeiden. Das ist ok, wenn man zumindest besonders unpersönliche Verlegenheitsgeschenke wie Schokolade aus dem Supermarkt, einen universell einsetzbaren Wertgutschein oder sogar Bargeld vermeidet. Wenn schon Schokolade, dann besser nichts von der Stange oder gleich Schokolade selber machen. Dafür bieten Erlebnisanbieter und kleine Schokoladenmanufakturen entsprechende Kurse an.

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